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Foto: AIDA
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Leserbrief AIDA Vice Präsident Communitcation zum Fall Alfred N.

Ich denke die meisten von haben in den letzten Wochen die Berichterstattung zum Fall des Rentners Alfred N. verfolgt.

Nochmal in kürze was passiert war: Der 86- jährige Renter Alfred N.  wollte mit AIDA noch einmal auf große Fahrt gehen und eine Reise zum Nordkap antreten. Er bezahlte für die Reise über 5000 €. Als es soweit war und er den Check-In beendet hatte wurde er allerdings nach Begutachtung durch den Schiffsarzt sowie des Kapitäns aufgrund seines Gesundheitszustandes der AIDAcara verwiesen. Die Stornokosten in Höhe von 3500 € sollte Alfred N. nun zusätzlich tragen.

Nun meldet sich der Vice President Communication Hansjörg Kunze mit einem Leserbrief an die Öffentlichkeit.

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

bitte gestatten Sie mir, bezugnehmend auf Ihre Berichterstattung unsere Position darzustellen, die in Ihrer Darstellung leider nicht gewürdigt wurde.

Die Berichterstattung unterstellt, dass wir ohne ärztliche Diagnose und nach Gutdünken einem älteren AIDA Gast die Mitnahme auf eine Reise untersagt hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Die AIDA Crew, das schließt ausdrücklich den Kapitän und den Arzt an Bord mit ein, haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. Aus gesundheitlichen Gründen war ein Antritt der Kreuzfahrt nicht möglich, Herrn N. war ohne Begleitung nicht reisetauglich. Jegliche Unterstützung durch AIDA bei der Organisation der Abreise vom Schiff hat er mehrfach abgelehnt. In Wahrnehmung unserer Verantwortung für ihn und alle anderen Gäste mussten wir leider genauso entscheiden. Unsere Pflicht ist es sicherzustellen, dass alle unsere Gäste in Notfällen in der Lage sind, möglichen Anweisungen der Crew zu folgen. Dies ist für die Sicherheit und die Gesundheit unserer Gäste von entscheidender Bedeutung.

Nichtsdestotrotz möchten wir von unserer Seite alles daran setzen, Herrn N. dennoch seinen Herzenswunsch zu erfüllen. Wir haben ihn und eine Begleitperson eingeladen, seine geplante Reise nach Nordeuropa im kommenden Jahr nachzuholen, sollte ihm sein Hausarzt die Reisefähigkeit bescheinigen.

Gestatten Sie mir einen wichtigen Hinweis zur Verantwortung der Reisebüros vor Antritt einer Kreuzfahrt: Neben der Reiseberatung selbst liegt es auch in der Verantwortung des Reisebüros, seine Kunden über die Risiken bzw. Kosten im Falle eines möglichen Reiseabbruchs, eines Reiserücktritts oder auch einer Erkrankung im Vorfeld der Reise oder im Urlaub zu informieren und zu Versicherungsmöglichkeiten zu beraten. Herr N. verfügte leider nicht über eine Reiseabbruchversicherung. Dies ist sicherlich auch ein wichtiger Servicehinweis an Ihre Leser.

Grundsätzlich empfehlen wir allen unseren Gästen mit individuellen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen in jedem Fall vor der Reisebuchung mit uns Kontakt aufzunehmen, damit wir uns auf die besonderen Bedürfnisse unserer Gäste an Bord einstellen können. Von der Anreiseorganisation bis hin zu speziellen Arrangements an Bord – es ist wichtig, dass sie uns so viele Details wie möglich vorab wissen lassen. Wir bieten persönliche und sachkundige Beratung in unserem Kundencenter unter: barrierefreiheit@aida.de oder Tel. +49 (0) 381/20 27 08 12. Wir bemühen uns, jeden Reisewunsch realisieren zu können, bitten aber um Verständnis dafür, dass dies nicht in allen Fällen möglich ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie dieses Schreiben als Leserbrief publizieren.

Mit den besten Grüßen

Hansjörg Kunze

Vice President Communication AIDA Cruises

Quelle: AIDA Cruises

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